Linux Distributionen

Wer nicht will, muss das nicht lesen. 

Als Betriebssystem verwende ich Linux, und ich bin ganz zufrieden damit. Eingestiegen bin ich mit SuSE 5.2, doch lag ich im Clinch mit YaST, das mir meine Konfiguration öfter überschrieb. Ich glaube, SuSE hat da inzwischen nachgebessert, aber damals trieb mich das zur Distribution von Debian. An Debian gefiel und gefällt mir vor allem das Paket-Management, das macht auf mich einen viel durchdachteren Eindruck als das RPM von Red Hat. Debian hatte die Philosophie, nicht immer gleich die neuesten Versionen an SW in ihre Stable-Distribution aufzunehmen. Was gut für Debian-Server im produktiven Einsatz war, war schlecht für mich. Neueste SW, die ich verwenden und selbst kompilieren wollte, verlangte zu oft nach neueren Versionen von Libraries, die Debian noch nicht in seinem Stable-Release anbot. Das zog demnach immer einen ganzen Rattenschwanz nach sich, bis man die Libraries endlich auf den Stand hatte, um eine Kompilierung der eigentlichen Applikation erfolgreich durchführen zu können. Also schaute ich mich erneut nach einer anderen Distribution um, aber auf das Debian Paket-Management wollte ich nicht mehr verzichten. Es ist also ganz logisch, dass ich jetzt Ubuntu verwende.

Noch ein Wort zum verwendeten Desktop-Environment. Das Gute an Linux: Man hat die Wahl. Es fing an mit dem Windowmanager fvwm2. Aber: Wenn man da einmal anfängt, den an seine eigene Bedürfnisse anzupassen, dann kommt man ganz schnell in die Konfigurationssucht. So konfigurierbar, wie fvwm2 auch ist: er ist heute nicht mehr "State of the Art".

Dann fand ich XFCE. Damals noch in der Version 3.x, bestand es nur aus einem Panel, das sehr stark an CDE angelehnt war, und aus einem Windowmanager. Das war schon  super cool. Erstaunlich, was der Entwickler dann aus den Boden stampfte: mit einem Team wurde Xfce4.0 erschaffen, diesmal ein komplettes Desktop-Environment mit allem, was dazu gehört: panel, desktop, session management, file manager, terminal, window manager etc. Die Philosophie hinter Xfce gefiel mir: Schlank und Resourcen sparend kommt es daher. Dabei bietet es alles, was man von einem modernen Desktop Environment erwartet. Overkill wie bei KDE oder Gnome gibt es hier nicht. Und so läuft Xfce hier flüssig und fließend auf einem Uralt-Laptop, der bei jedem anderen Desktop Enviroment die Grätsche machen würde.

Nichtsdestotrotz habe ich einen Abstecher in die Gnome-Welt unternommen. Dieser Ausflug wurde beendet, als mit Ubuntu 11.10 Gnome 2 nicht mehr angeboten wurde. Das neue "Flagschiff" Unity von Ubuntu habe ich mir kurz angesehen und dann sofort das Paket xfce installiert. Zum Glück hat man ja die Wahl...